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11.1 Das Ziel Ziel des Prozesses war, den am besten geeigneten und tatsächlich verfügbaren Standort für das neue Luxemburger Agrarzentrum zu finden. Um die gemeindeübergreifende Standortsuche auch aus Umweltsicht abzusichern, initiierte DE VERBAND im Namen der drei Partner De Verband, LSG und BIOG, eine Strategische Umweltprüfung (SUP). Der vorliegende Abschlußbericht dokumentiert die Ergebnisse.
11.2 Die Vorgangsweise
Das SUP-Team setzte sich aus folgenden Organisationen zusammen: Weitere betroffene Organisationen und die öffentlichkeit wurden zur Beteiligung an der SUP eingeladen. Die breite öffentlichkeit wurde mittels Zeitungsannoncen gebeten, Standortvorschläge einzubringen. Eine Feedback-Gruppe, bestehend aus weiteren Verwaltungsdienststellen, Umweltorganisationen, Interessenvertretungen, Vertretern der sieben Gemeinden im Untersuchungsraum, der Bürgerinitiative Busna, der LSG und der BIOGROS, wurde per E-Mail und über die Internetseite www.sup.lu informiert und zwei Mal um Rückmeldung zu Zwischenergebnissen ersucht. Zusätzlich wurde ein ganztägiger Feedbackworkshop abgehalten, um die Zwischenergebnisse zu diskutieren.
Zur Beteiligung im SUP-Team bzw. in der Feedback-Gruppe waren eingeladen:
11.3 Der zeitliche Ablauf
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| 23.02.2010 | Startmeeting |
| 24.02.2010 | 1. SUP-Workshop |
| 04.03.2010 – 19.03.2010 | Öffentlicher Aufruf zur Nennung von Standortvorschlägen über 4 Tageszeitungen und www.sup.lu |
| 30.03.+31.03.2010 | 2. SUP-Workshop |
| 08.04.2010 – 22.04.2010 | Feedback-Runde mit der Feedback-Gruppe |
| 11.05.+12.05.2010 | 3. SUP-Workshop |
| 17.06.2010 | Feedback-Workshop |
| 08.07.2010 | 4. SUP-Workshop mit der Empfehlung |
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11.4 Die Abgrenzung von Eignungszonen Zu Beginn des Prozesses wurden Eignungszonen abgegrenzt, also Gebiete, die prinzipiell für die Errichtung des Luxemburger Agrarzentrums geeignet sind. Dazu wurden Eignungsund Ausschlusskriterien festgelegt. Eignungskriterien, die der Standort jedenfalls erfüllen musste, waren die zentrale Lage im Land, eine gute Verkehrsanbindung und die Mindestflächengröße des Grundstücks von 10ha. Ausschlusskriterien waren Wohnbauflächen inklusive 250m Puffer, ausgewiesene nationale und europäische Schutzgebiete, Waldflächen mit 30m Puffer, Wasserschutzgebiete, natürliche Gewässer, Überschwemmungsgebiete mit 30m Puffer, Waldflächen, Talauenbereiche, Talhänge > 5° (=9%) Gefälle, Ausschluss der Talbereiche zur Freihaltung der Kaltluft-Abflussbahnen und Ausschluss aller Deponieflächen. Die ermittelte Eignungszone lag zwischen Lintgen und Schieren. Innerhalb dieser Zone wurden Standorte für das Luxemburger Agrarzentrum gesucht.
11.5 Die Standortvorschläge Nach der Abgrenzung der Eignungszonen waren die öffentlichkeit per Zeitungsannonce und die Feedback-Gruppe aufgerufen, innerhalb dieses Gebietes Standorte vorzuschlagen. Zwei Standortvorschläge, die die Eignungskriterien erfüllten und in der Eignungszone lagen,langten aus der Bevölkerung ein (Standort „Am Seif“ und Standort „In den Laengten“). Das SUP-Team schlug einen weiteren Standort vor (Standort „Jauschwis“). Gemäß SUP-Gesetz musste auch der derzeitige Standort im Zentrum von Mersch als Trend-Alternative mit untersucht werden. Damit wurden vier Standort-Alternativen für den Alternativen-Vergleich festgelegt. Da aus Sicht des Naturschutzes und der Verkehrserschließung keine anderen Flächen besser als die vier gefundenen Standortalternativen geeignet waren, wurde der Alternativen-Vergleich auf diese vier Standorte beschränkt.
11.6 Der Alternativenvergleich Die erheblichen Auswirkungen der vier Standortalternativen auf die 13 SUP-Schutzgüter (Biologische Vielfalt, Flora, Fauna, natürliche Lebensräume, Landschaft, Boden, Wasser, Luft, klimatische Faktoren, Bevölkerung, Gesundheit des Menschen, kulturelles Erbe einschließlich der architektonisch wertvollen Bauten und der archäologischen Schätze sowie Sachwerte) wurden ermittelt, beschrieben und bewertet. Dabei wurden auch Wechselwirkungen berücksichtigt. Zunächst wurden die vier Standortalternativen ohne und danach unter Berücksichtigung von Kompensationmaßnahmen bewertet.
11.7 Der Überblick über die Bewertung
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Legende:
| ++ | sehr positive Auswirkung |
| + | positive Auswirkung |
| 0 | keine erhebliche Auswirkung |
| - | negative Auswirkung |
| - - | sehr negative Auswirkung |
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11.8 Zusammenfassung der besonderen Stärken und Schwächen Jauschwis
Besondere Stärken
Besondere Schwächen Am Seif
Besondere Stärken
Besondere Schwächen In den Laengten
Besondere Stärken
Besondere Schwächen Mersch Zentrum
Besondere Stärken
Besondere Schwächen
11.9 Das Ranking
1. „Am Seif“
Begründung des Rankings:
Anmerkung zum Ranking:
11.10 Die Verfügbarkeit Anschliessend wurde die Verfügbarkeit der Standorte geprüft.
Jauschwis
Am Seif
In den Laengten
Mersch Zentrum 1: Die Grundstückskosten sind dem SUP-Team bekannt, weden allerdings aus Gründen der Vertraulichkeit nicht veröffentlicht.
11.11 Das Ergebnis
Im 4. und letzten SUP-Workshop hat das SUP-Team diese konsensuale Empfehlung ausgesprochen:
Somit stellt das SUP-Team fest, dass der Standort „In den Laengten“ der derzeit einzig verfügbare Standort ist. Dieser Standort liegt im Ranking an 2. Stelle (gemeinsam mit dem Standort Jauschwis).
Um möglicherweise in der Umgebung des Standortes vorkommende geschützte Arten durch das neue Luxemburger Agrarzentrum nicht erheblich zu beeinträchtigen, soll DE VERBAND im Zuge der Detailplanung vertiefte Untersuchungen durchführen und danach die erforderlichen Kompensations-maßnahmen treffen. DE VERBAND soll auch Vorsorge treffen, dass die Flächen für die erforderlichen Kompensationsmaßnahmen gesichert werden.
Der SUP-Abschlussbericht soll der Commission d’Amenagement im Rahmen der Prozedur zur Flächenumwidmung zur Information vorgelegt werden. Außerdem soll er im Sinne der entwickelten Kultur der Transparenz und Zusammenarbeit auch den
interessierten Behörden und Organisationen übermittelt werden.
Das Monitoring |